The Lord of the Rings – 40 Years

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“Was war DAS für ein Müll?!?”
                  August 1979 nach dem ich Bakshi’s “Der Herr der Ringe” gesehen hatte

Heute vor 40 Jahren kam Ralph Bakshi’s The Lord of the Rings in die US-Kinos.
Es war die erste Verfilmung Tolkien’s Meisterwerks (zumindest der ersten Hälfte), lange, lange vor Peter Jackson’s Filmen.
Da ich mit diesem Film eine persönlich und peinliche Geschichte (aus heutiger Sicht) verbinde schreibe ich diesen Blog-Post.

Aber erst mal ein bisschen Einleitung …
Zum eigentlich Stoff brauche ich ja nichts zu erzählen oder erklären. Oder zu seinem Einfluss auf das, wortwörtlich, gesamte Nerd- / Geek-Multiversum.
Und spätestens seit den Filmen von Peter Jackson kennt sogar jeder “Normalo” die Story und die Figuren – zumindest in der Jackson-Interpretation. In Nerd, Geek und Fantasy-Kreisen waren die Bücher aber auch schon lang vorher mehr als ausgiebig bekannt.

hqdefaultIch persönlich bin Mitte der 80er durch Zufall auf die Tolkiensche-Fantasy-Welt gestoßen. Zu aller erst durch Computer-Games wie The Hobbit und The Lord of the Rings. Als erfuhr, dass dieses Teile einer großen und bekannten Fantasy-Welt sind, war meine Neugier erst recht geweckt und so lass ich Ende der 80er zum ersten mal die Bücher.

Beim ersten lesen wurde mir bewusst, dass mir Teile der Story bekannt vorkamen. Irgendwo hatte das schon mal gesehen … grübel …
Dann wurde es mir schmerzhaft bewusst … im Kino … schlechter Film … Zeichentrickfilm … 1979 …
… – die Verfilmung von Ralph Bakshi!

Cinema-Zeitschrift-Heft-Nr-15-August-1979-TOP-ZustandKino in den 70er und 80er … 
In den späten 70er und frühen 80er, war ich sehr oft und regelmäßig im Kino – kein Wunder es war die Zeit vor Homevideo und mit nur drei TV-Programmen. Da war das Kino nun einmal der beste (und auch einzige) Weg gute aktuelle Spielfilme zusehen.
Die beste (einzige) Informationsquelle für Filme war die Zeitschrift Cinema. Oft entschieden nur ihre Berichte darüber ob es sich lohnt einen Film anzuschauen oder nicht.
Einer der Filme, welcher nach dem dem Bericht in der Cinema sehr interessant aussah war besagter Ralph Bakshi’s The Lord of the Rings.
Also beschloss ich ihn mir anzuschauen …

…. Nach dem Film war richtig sauer und wütend.
“Was war das für ein Müll!?!” war mein erster Gedanke.
Und das ist auch der Grund, warum ich mich so gut an ihn erinnere, es war das erste mal, dass ich enttäuscht aus dem Kino gekommen.

In Retrospektiv verstehe ich warum ich so reagiert habe und warum das damals mein Eindruck war.
Da zu der Zeit, mit 12 Jahren, mein Nerdtum noch nicht ausgeprägt war, ist es nur zu verständlich, dass ich die Story als zu blöd (sorry) und zu verwirrend empfand.
Außerdem war ich bis dahin ja nur das Disney-, Hanna Barbera- und Looney Toons-Zeug gewöhnt, weswegen ich den Zeichenstil (Rotoskop / Realfilm Einblendungen) auch als sehr “verstörend” und “gruselig” empfand.
Das ich mich zu meinem Nerdtum zu der Zeit noch nicht bekannt habe, lag daran, dass man Nerds und Geeks zu der Zeit halt noch nicht kannte – und erst recht nicht im positiven Sinne – das waren alles doch nur Spinner. Ja, die gesellschaftlichen Zwänge gaben einem sogar das Gefühl, es wäre was schlechtes/krankes – eine Geisteskrankheit, welche ich unbedingt “loswerden” müsste. Zum Glück sehe ich das heute alles anders …

Und Ralph Bakshi’s The Lord of the Rings … 
Im laufe der Jahre habe ich ihn jetzt mehrfach gesehen und ich finde ihn teilweise sogar besser als Jackson’s Version.
Schade nur, dass Bakshi nie den zweiten Teil gemacht hat.
Auch all seine andere Filme habe ich mir angeschaut. Heute finde ich seinen Zeichen-Style künstlerisch genial, vor allem der Einsatz von Rotoskop und Realfilm Einblendungen. Dabei gefällt mir optisch und storytechnisch Wizards und Fire & Ice sogar noch besser als sein The Lord of the Rings.

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Und Tolkien’s The Lord of the Rings …
Ich weiss, die Story ist die Grundlage für fast alles was wir heutzutage unter (High)-Fantasy kennen, egal ob jetzt als Film, Buch, Game etc..
Aber ebenso wie der große Gygax finde ich es heute etwas langweilig – zu wenig Action, dann doch besser Sword and Sorcery – womit wir wieder bei Bakshi und sein Fire & Ice wären …

In diesem Sinne:
Happy 40th Anniversary – Ralph Bakshi’s “The Lord of the Rings”!

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Kategorien: Art, Life, movie | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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