Film-Kritik: Prey

The Yautja aka the Predators are Back.

Nach dem Reinfall mit dem letzten Predator-Film war ich mir sehr sicher das Franchise tot ist.
Um so überraschter war ich als ich erfuhr, dass es doch einen weiteren Film geben soll. Nachdem er Huhu und Disney+ veröffentlich wurde
Die ersten Kritiken waren extrem Positiv, einige schrieben sogar, es wäre der zweit Beste Predator-Film nach dem Original mit Arnie. Da mich so was immer sehr skeptisch macht, habe ich lange überlegt ob ich ihn mir überhaupt anschauen sollte. Aber die Neugier war doch größer …

Bevor ich weiter schreibe der übliche Satz :
!!Spoiler Warnung!! – !!Spoiler Warnung!! – !!Spoiler Warnung!! -!!Spoiler Warnung!!

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Der Film hinterlasst bei mir gemischte sehr Gefühle.
Er hat seine guten Seiten und gehört definitiv zu dem besseren Sachen, was z.Z. im Kino/Stream so läuft, aber der Film hat auch viel schlechtes. Und Beides hält sich die Wage, deswegen ist es schwer für mich den Film einzuordnen.

Zu erst mal die guten Dinge des Films. Die Story ist gut und mach soweit Sinn und ist in sich geschlossen, etwas was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist. Die ganze Optik, also Kameraführung; Bildkomposition; look-and-feel; Cut; etc. ist wirklich sehr gut gemacht. Was zu einigen wirklich genialen Meme-Würdigen Bildern führt.

Das schlechte am Film und was für mich persönlich fast den Film ruiniert hat ist der gesamte End-Kampf zwischen Naru und dem Predator!
Er wirkt einfach nur extrem ge-staged – fast wie ein WWE Match, sorry.
Naru reagiert auf die Waffen und den Kampfstile des Predator als ob sie genau deren stärken und schwächen kenn würde. Außerdem benutzt (!) sie sogar einige dieser Waffen gegen ihn, als ob sie exakt wüste wie sie funktionieren. Dabei hat sie diese Waffen und Kampfstile oft nur einmal gesehen und dann auch nur aus der Entfernung bzw. ängstlich hinter einem Baum versteckt.

Hier einige Beispiele aus dem Kampf, die zeigen, was ich genau meine:

  • Naru weiß genau wie er sie verfolgen würde, mit Sprüngen von Baum zu Baum und dabei hat er den Focus so auf sie fixiert, dass er die Umgebung nicht mehr im Auge hat. So kann sie ihn da zubringen in die Spikes zu springen, welche sie am Baum angebracht hat.
  • Sie weicht im letzten Moment aus, so das seine Hand-Krallen im Baum stecken bleiben. Dann greift sie im mit ihrem Speer von der Seite aus an. Er blockt den Angriff mit seinem Schild, wo durch sie den Schild so umleiten / umbiegen kann, dass er sich damit den Arm abscheidet.
  • Chekhov’s Swamp – Erst mal Ok, aber auch hier der ganze Ablauf (Axt, Seil), wieder zu ge-staged!
  • Kommen wir nun zum Elefant-in-the-Room: The Killing-Blow!
    Zum einen war mir gar nicht aufgefallen, dass die Pfeile zielsuchend sind. Ich dachte die Laser wären „nur“ zur Zielmarkierung, wie beim der Plasma-Gun der anderen Teile.
    Wie die anderen Waffen, hat sie die Pfeile und den Laser nur ein mal im Einsatz gesehen. Wie konnte sie wissen wie sie genau funktioniert und auch das sie immer noch funktioniert, wenn er den Helm nicht aufhat.
    Woher wusste sie, dass die Pfeile auf die kurze Entfernung die 270° Runde schaffen um ihn zu treffen?. Außerdem das sie genau (Zentimeter genau) weiß wo er im Sumpf stecken bleibt und dass er genau dann und dort seine Pfeil-Gun einsetzen würde. Wäre er einfach aus dem Sumpf klettert um sie mit bloßen Händen zu erledigen oder mit einem Messerwurf hätte Naru ’s ganzer Plan nicht funktioniert.

Optisch (Kameraführung; Schnitte; etc. ) wirkt der ganze Kampf sehr gut und er ist auch sehr gut choreographiert – aber genau das: choreographiert!

Ist er der zweit beste Predator-Film? – Nein.
In meinen Augen ist Alien vs Predator und sogar Predator 2 besser. Nicht vom optischen her oder den FX oder der Story. Aber die extremen Plotholes, besonders bezüglich Naru’s Verständnis der Predator Technologie und der extrem ge-staged wirkende End-Kampf zieht ihn leider stark runter. Etwas mehr Feinschliff in diesen Bereichen z.B. dass sie ihn mit ihren eigenen Waffen tötet und der Film wäre der zweit beste Predator-Film geworden, aber so sorry!

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