Mein Conjahr 2019 … und die Zukunft …

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Das Jahr 2019 war overall ein sehr anstrengendes Jahr – wortwörtlich in jeder Hinsicht. Es ist viel passiert und vieles hat sich verändert. Dies alles hat sich natürlich stark auf mein Con-Jahr und meine Hobbys ausgewirkt – Leider waren diese Auswirkungen sehr negativ.

Hauptsächlich waren es drei Punkte die großen Einfluss auf mein Con-Jahr 2019 hatten, zwei davon waren Ereignisse in meinem Leben und der dritte Punkt betrifft die Con-Szene selber.

Das erste Punkt war unser Umzug von Essen nach Meerbusch. So gut die neue Wohnung und die neue Umgebung auch ist, so ein Umzug kostet halt nunmal verdammt viel Nerven und Zeit und Urlaubstage und Geld. Zeitlich hat sich das Ganze über die erste Jahreshälfte hingezogen. Neben dem direkten Einfluss auf meine Hobbys in dieser Zeit, hatte die ganze Planung, Entscheidung, Umsetzung, Verantwortung auch starken Einfluss auf meine Energien bezüglich Motivationen, etc. was sich immer noch auf Alle meine Hobbys: Cons, Photos, PS, Cosplay, Nerf, etc. auswirkt. Leider sehe ich auch auf absehbare Zeit keinen Weg da komplett wieder rauszukommen, dazu aber später (vielleicht) mehr.

Der zweite Punkt warum ich nicht auf so vielen Cons war, wie ich gerne wollte, ist dass es in letzter Zeit viele (zu viele) ungeplante Ausgaben gab. Autoreparaturen, neue Tastatur, neue Maus, neuer Monitor, um nur einige zu nennen. Jede dieser Punkte ist erstmal nichts ungewöhnliches, die Sachen sind auch schon älter (im IT-Sinne Uralt). Aber wenn all diese Dinge innerhalb von nur wenigen Monaten / Wochen kaputt gehen und dann auch noch zu einer Zeit wo man auch noch den Umzug am Hals hat, ist es wirklich ärgerlich. Und somit blieb halt in 2019 wenig übrig für Hobbys, Con-Besuche etc..

Der dritte und schwerwiegendste Punkt betrifft die Con-Szene selber.
Schon seit ein paar Jahren fallen mir starke Veränderungen in der Con-Szene auf, zuerst nur bei einzelnen Cons (SPIEL; Gamescom) bzw. bei einzelnen Fandoms (Steampunk). Aber in diesem Jahr ist mir besonders bewusst geworden, dass sich die Con-Szene stark verändert bzw verändert hat – leider nicht zum Bessern. Und auch leider nicht nur in Deutschland, aber hier halt besonders stark.
Einige diese Veränderungen stoßen mir persönlich besonders auf.
Die Cons werden immer größer (in allen Dimensionen), was an sich erstmal nicht so schlimm oder schlecht wäre – im Gegenteil. Zu einem Problem wird das Ganze wenn die Besucher- und Ausstellerzahlen (viel) stärker wachsen als die Ausstellungsfläche. Dies führt zwangsläufig zu schmalen Gängen und auch zu überfüllten Hallen. Diese Kombination wiederum erzeugt Gedränge inkl. Staus und Geschubse. Und dies wiederum sorgt schon mal für eine sehr angespannte Atmosphäre in den Hallen.
Ein weiteren Faktor, welcher diese Anspannung noch weiter verstärkt, ist, dass die Anzahl der Normalos auf den Cons extrem zugenommen hat. Ich will zwar nicht verallgemeinern (aber es sind nun einmal meine jahrelangen Nerd-Erfahrungen), dass gerade diese viel weniger Rücksicht auf Andere nehmen bzw. vorausschauend handeln, etc. – Hier verhalten sich (die meisten) Cosplayer und Gewandet halt ganz anders. Diese verstärkte Anzahl von Normalos ergibt sich u.a auch daraus, dass viele Veranstalter ihre Konzepte und auch die Auswahl der Aussteller so anpassen, dass sich besonders der Mainstream angesprochen fühlt. Oft werden damit sogar die echten Nerds / Geeks / Fans abgeschreckt und vertrieben.
Ausserdem , damit die ganzen Normalos sich unter den “Freaks” auch “sicher” fühlen, werden die Cosplay-Regeln und ihre Kontrollen immer strenger. So wird man wohl bald gar keine Probs mehr mitnehmen dürfen oder es kommt so weit, dass man gar nicht mehr im Cosplay reinkommt. – Denn die Waffe könnte ja echt sein und man plant einen Anschlag, So was machen diese Freaks doch täglich … .
All diese Punkte führen leider zu einer Atmosphäre in der man sich, gerade als Alt-Nerd und Echt-Fan, sehr sehr unwohl fühlt. Deswegen hat man auch irgendwann keine Lust mehr auf solche Veranstaltungen zu gehen, weil es einfach nur noch Stress bringt und echt keinen Spaß mehr macht.
Wie gesagt diese Veränderungen fallen mir schon länger auf, angefangen hatte es schon vor ein paar Jahren mit der SPIEL, aber die hatte zumindest noch ein paar (jedes Jahr kleiner werdende) Comfortzone-Blasen für Nerds. Die nächste Con bei der es mir aufgefallen ist war die Gamescom. Besonders in den letzten Jahren ist es mir dann mehr oder weniger stark auch bei weiteren Cons aufgefallen: Dokomi; DCC; Firstlook und sogar der RPC, wobei ihr der Titel gebührt es am schnellsten geschafft zu haben das gesamte Fandom zu gunsten des Mainstreams zu vergraulen (s.h. CCXP).
Leider ist diese Entwicklung auch bei den Niederländischen und Belgischen Cons abzusehen. Besonders gemerkt habe ich es dieses Jahr bei Elfia, Arcen. Dies war früher das Highlight des Con-Jahres – das ist es zwar immer noch, aber nur weil das Niveau des ganzen Con-Jahres stark gesunken ist.
Zu dem Punkt, dass diese Veränderungen für Stress sorgen und man nicht mehr so gut (gar nicht mehr) entspannen und abschalten kann wie früher, kommt noch hinzu, dass es sich Phototechnisch praktisch auch nicht mehr lohnt (und erst recht keinen Spaß mehr macht).
Da alles so eng, überfüllt und unübersichtlich ist findet man keinen brauchbaren Platz / Hintergrund mehr für gute Photos. Durch das eng und überlaufen wird es erst mal schwieriger ein interessantes Cosplay / Model zu finden, dann kommt man durch die Massen nicht / schlecht dran um es anzusprechen. Hat man das dann doch endlich geschafft, muss sich mit den ganzen “Profi-Fotografen” und geilen Handy-Knipsern und Infuenzern (Gesundheit) rumschlagen, die selber die CoslpayerIn wohl nie angesprochen hätten, aber meinen mir jetzt ins Bild laufen zu müssen. Wohl noch nie was von Photo-Etikette gehört!
Als Krönung sorgt die ganze heutige LED-Beleuchtung in Verbindung mit Blitz und / oder Sonne für einen Licht-Mix mit dem der Weißabgleich oft nicht klar kommt, ergo muss man diesen jedesmal neu finden – für jedes einzelne Bild.
Wie gesagt, all diese Punkte sind mir schon in den letzten Jahren aufgefallen, aber dieses Jahr ist mir erst richtig bewusst geworden wie stark und verbreitet diese Veränderungen wirklich sind. Und auch wie sehr sie mich stören. Diese Erkenntnis basiert übrigens nicht nur auf meinen drei Con-Beruchen in 2019, sondern auch auf Video / Bilder / Berichte von weiteren Cons.

Diese drei Punkte haben mein Con-Jahr 2019 extrem beeinflusst und haben es so zum schlechten Cons-Jahr seit über 10 Jahren gemacht.
Das größere Problem ist aber, während die ersten zwei Punkte (hoffentlich) nur temporärer Natur sind und sich hoffentlich bald in 2020 wieder einpendeln. So sind die Auswirkungen des dritten Punkt viel längerfristiger und schwerwiegender.
Denn diese Veränderungen der Con-Szene nehmen mir zum einen, wie schon erwähnt den ganzen Spaß an den Con-Besuchen und sie zerstört die Basis meines Hobbys der Consvetion und Cosplay-Photographie..
Klar, die Con-Besuche als Photograph im Cosplay waren auch früher immer schon sehr anstrengend, zeitaufwendig und teuer, keine Frage, aber sie haben auch immer viel Spaß gemacht. Denn das Treffen mit anderen Nerds / Geeks, die ganze Atmosphäre, die Photos, die Cosplayer, die Cons. Seit einiger Zeit wird mir bewusst, dass die Aufwand/Nutzen Rechnung immer enger wurde und in 2019 ist mir halt voll bewusst geworden, dass es sich eigentlich gar nicht mehr rechnet – es gibt noch wenige wie die Dokomi, die noch leicht im Plus sind, aber das sind Ausnahmen.
Zusammengefasst: Es macht halt einfach keine Spaß mehr, so wie früher !
Gerade nach dem ganzen Stress mit dem Umzug hätte ich genau diesen Spaß und Entspannung gebraucht, aber genau das haben mir die drei Cons 2019 nicht gebracht. Eigentlich sogar genau das Gegenteil, sie haben noch mehr Energie und Motivation abgezogen, welche ich so dringend benötigt hätte.

Vor allem aus diesem Grund habe ich beschlossen Konsequenzen zu ziehen.
Vor allem in der Form, dass ich die Convention- und Cosplay-Photographie von McHenryArts erstmal sehr stark zurückfahren werde!
Wie weit genau? – Wie lange?
Das weiss ich noch nicht! Aber erstmal komplett!
Bis Mitte 2020 habe ich erstmal eine Menge anderer sehr wichtige Dinge um die Ohren, so habe ich im Moment weder die Zeit, noch den Kopf mir Gedanken über die Zukunft meiner Hobbys zu machen. Und dann werde ich erstmal meine Energien und Motivation wieder in Ordnung bringen, um dann mal zu schauen wie und auf welche Art und Weise es dann weitergeht, mit Photos und Cons etc. .
Möglicherweise suche ich mir auch ganz andere, neue Hobbys.
Ein paar Ansätze geistern zwar schon in meinen Kopf rum, aber noch nichts fertiges oder ausgereiftes …
Mit meinen Cosplays und Nerfs werde ich wohl weiter zu machen und auch damit auch weiterhin Cosplay-Photos von mir und meiner süßen Eule schießen.
Nach Elfia, Arcen werden wir auch weiterhin hingehen, aber (wohl) nur noch als Cosplay-Besucher und nicht mehr als Photograph. Zur Dokomi vielleicht als Presse.
Ansonsten, mal sehen.

Desweiteren werde ich mich in meinem Blog verstärkt auf andere Nerd / Geek Themen konzentrieren, jenseits von Cons und Photos, also sowas wie Filme, Games, meine Cosplay und Nerf Projekte, etc.

Als erstes Zeichen, dass für mich nicht mehr die Photos-Kunst im Vordergrund steht, sondern der ganze Nerd / Geek-Stuff, bekommt mein Blog neuen Namen:

McHenry’s Lair

Denn von jetzt an geht es hier um all die Dinge, die ich (McHenry) so an Nerd / Geek-Schätzen in meinem Hort (Lair) so rumliegen habe.

In diesem Sinne:

This is the way ! I have spoken !

Kategorien: Art, Cons, Cosplay, Games, Journalismus, Life, nerf, Photos, Throwback Thursday | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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