Film-Kritik “Rogue One: A Star Wars Story“

rogue-one-empire-banner-209564-rogue-one-rebel-banner-209565-2-10„A long time ago in a galaxy far, far away.“

Nach dem guten, aber nicht überragenden Einstand von Disney ins Star Wars Universum letztes Jahr, war ich natürlich sehr gespannt auf den Nächten Star Wars Film. Zum einen um zu sehen was der Regisseur, nach seinem Godzilla-Debakel vor 2 Jahren, aus der Vorlage machen würde und zum Anderen wie Disney’s ihn in sein neuem EU einbaut, als Verbindung von Rebels und EP. IV
Da der Film losgelöst von den anderen Star Wars Filmen läuft, gibt es auch keine Episoden-Nummer und auch keinen Crawler-Text. Trotzdem sehe ich persönlich ihn als Episode 3.9.9 und als Crawler-Text würde wahrscheinlich ein Satz reichen

„It is a period of civil war. …. „

Bevor ich weiter schreibe der übliche Satz :
!!Spoiler Warnung!! – !!Spoiler Warnung!! – !!Spoiler Warnung!! -!!Spoiler Warnung!!

Und genau dieser zwei Worte, in diesem fast 40 Jahre alten Satz geben den Film sehr gut wieder. Vor allem auf die letzte Hälfte des Films passen die letzten zwei Worte. Denn es ist keine Space-Fairytale-Opera, es ist ein (physisch und moralisch) dreckiger Kriegsfilm im Star Wars Universum und damit „näher“ an Paul Verhoeven’s Starship Troopers als an Episode IV & Co..

Der grobe Story-Ramen ist ja schon lange hinlänglich bekannt, aber wie genau und über welche Umwege die Pläne in die Hände der Rebellen gekommen sind, dass ist das was diesen Film so interessant macht. Auch das der berühmte Exhaust Port kein zufälliger Konstruktionsfehler war, sondern gezielte Sabotage.
Die offene Frage ist ob Galen es auch war, der den Bau des Death Stars verzögert hat, das wäre ich einzige erklärung wieso der Bau des ersten 22 Jahre gedauert hat und der Bau des zweiten nur 4. Das würde aber auch bedeuten, dass der Superlaser gar nicht Bestandsteil der Geonosian’s original Pläne.
Ich hätte mir ein paar zusätzliche Cameos von Rebels-Charakteren gewünscht. Wenn die Ghost schon zu sehen ist, wäre es dann nicht auch sinnvoll, wenn Hera die Einsatzbereitschaft ihres Schiffes bestätigt hätte. Oder wenn Sabine an Jyn’s Befreiung auf Wobani beteiligt gewesen wäre. Oder das (Agent) Kallus vom ISB Tarkin über die Sicherheits-Lücken beim Laser-Projekt informiert hätte. Nur so als Ideen.

Optisch war der Film ein Genuss! Man merkte das auch diesmal wieder viel Effekte „händisch“ gemacht wurden und nicht nur als CGI. Das Ganze look and feel war oft sehr old Shool und damit ganz im Style der „alten“ Teile. (z.B.: 380V Stecker als Kopfhörer; Jyn’s  Pistole basiert auf der Luger )
Das 3D im Kino war zwar an manchen Stellen ganz schön, aber nicht unbedingt notwendig.
Die CGI-Version von Peter Cushing war erstaunlich gut. Wenn einem nicht das Wissen, das es sich um ein GCI handeln muss, einen Knoten ins Gehirn gemacht hätte, wäre es wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, das der „Schauspieler“ schon seit 22 Jahren tot ist.

Das alle Helden am Ende den The Last Stand-Tot sterben, war zwar etwas ein Schock, aber nur, weil man sowas Disney nicht zu getraut hätte. Denn eigentlich ist es seit Game of Thrones ist es keine große Überraschung mehr, dass auch die Helden sterben können.

Grand Moff Tarkin’s Verhalten am Ende ist auch eine Anspielung auf sein Verhalten in der Rebels-Episode S01E11 „Call to Action“ – “ They may not know what it take to win a war but I did.“

I; SWTCW; III; II; VII; SWR; IV; VI; (R1); V 
Ich habe länger überlegt, wie ich ihn einordnen soll. Er ist viel besser als VII, keine Frage. Er kommt auch nicht an V ran, dafür ist die erste Hälfte zu ruhig. Er ist besser als IV und auch ganz knapp besser als VI.  Aber nur einen Hauch und der kommt vom Optischen bei der Schlacht um Scarif.

The Machete Order
Für mich ist es Tradition, dass ich mir am 04. Mai (fast) alle Star Wars Filme anschaue und zwar in der Machete Order. Die große Frage ist nun, an welcher Stelle passt Rogue One da rein. Mir gehen da da zwei Möglichkeiten durch den Kopf, entweder als aller erstes. Die andere (komplexere) Idee wäre es, ihn in Episode IV einzubauen. Und zwar nach dem Rebellen Briefing, vor dem Angriff auf den Death Star. So zu sagen als erweiterte Detail Ausführung wie die Rebellen an die Pläne gekommen sind und damit an die Schwachstelle.

Fazit:
Für mich ist Rogue One auf jeden Fall der Beste Film des Jahres 2016.
Er ist auch einer der Besten Star Wars Filme. Mindestens dieses Niveau wünsche ich mir auch für Episode VIII und für die weiteren Star Wars Filme.
BTW: Bitte noch einen R-Rated Director’s Cut auf Blue-Ray und Stream nachliefern! Und auch mit dem alternativen Ende!

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Ein Gedanke zu „Film-Kritik “Rogue One: A Star Wars Story“

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