55 Years ago: Goldfinger

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Goldfinger,  he’s the man.
The man with the midas touch …

Die berühmte James Bond Serie – Agenten-Thriller seit 1962
Mein erster Bond Film war 1979 Moonraker, klar hatte ich vorher schon viel von den James Bond Filmen gehört, aber das war erste den ich im Kino gesehen habe.
Damals fand ich diese übertriebene Science Fiction Orgie extrem gut. So gut, dass ich mir in den darauffolgenden Monaten alle zehn, zu der Zeit erschienen, Bond-Filme angeschaut habe. Zu der Zeit, mit den vielen Kinos, welche auch „alte“ Filme zeigten, war das noch möglich.  Moonraker und The spy who loved me gefielen mir von den Ganzen am Besten – Damals …

Wie bei so viele Dingen und Filmen hat sich auch meine Meinung über die Bond Filme im Laufe der Jahre extrem stark geändert. Genau genommen hat sie sich praktisch gedreht, dazu später mehr. So ist aus heutiger Sicht mein favorite James Bond Movie: Goldfinger.  Und dieser kam heute vor genau 55 Jahren in die GB-Kinos …

Warum ist gerade Goldfinger in meinen Augen der beste Bond-Film?

Weil hier alles zusammen passt und ein geniales Gesamtbild ergibt.
Als erstes der Villain: Auric Goldfinger. Er ist nicht so überdreht wie die Gegner in den späteren Filmen. Er hat keine übertriebene extreme Basis. “Nur” eine Farm, Fabriken, Privatjet, etc. also alles nichts ungewöhnliches für einen “normaler” Industrieller und Milliardär.
Auch sein Plan ist “einfach”, er will „nur“ um sein Vermögen zu vergrößern. Keine Welteroberung / Weltuntergang, kein erpressen von Länder / der Welt , etc. – nur reine Gier.
Wie alle Bond Villain ist er hochintelligent und ein verdammt guter Planer und Stratege. Er hat alles extrem gut und bis in kleinste Detail geplant. Sein Plan scheitert nur weil Bond es schafft eine seiner Henchwoman “umzudrehen”. Im Roman sogar im doppelten Sinne – dort ist Pussy Galore nämlich offen lesbisch.
Im Roman wird Goldfinger’s fetschhafte Besessenheit vom Gold sogar noch deutlicher beschrieben, auch im Zusammenhang mit Jill Masterton’s Art der Hinrichtung. Dort lässt er seine Geliebten hypnotisieren und von Kopf bis Fuß in Gold bemalen, damit er wortwörtlich Gold fi%&en kann.

Zweites: sein Plan: Operation Grand Slam
Wie schon erwähnt: Einfach – nur reine Geld(Gold)-Gier.
Hierfür benötigt er keine übertriebene technische Gadgets. (Fast) nichts was nicht auch schon in den frühen 60ern technisch machbar gewesen wäre inkl der dreckigen Bombe. Die einzigen Ausnahmen sind die Leistung des Lasers (im Roman ist eine Kreissäge) und das schnell wirkende Giftgas.

Des weiteren zeigt auch James Bond auch keine besonderen übermenschlichen Fähigkeiten oder Unverwundbarkeit. Einzig das er Pussy Galore (lesbisch!) nur mit seinem Charm zur Verräterin an ihrem Boss macht, ist mehr als unglaubwürdig. Oder er hat ihr noch mehr  versprochen (Straffreiheit, Belohnung, etc.)
Auch hat er con Q keine unrealistischen Hightech Gadgets erhalten, also nichts was in den 60ern technisch möglich gewesen wäre. Sogar der Aston Martin DB5 könnte so funktionieren – ok, außer das Radar.

Neben diesen ganzen inhaltlichen Punkten sind auch die Schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller wirklich gut. Sean Connery, Honor Blackman, Gert Fröbe, Harold Sakata und Shirley Eaton kommen verdammt gut rüber. Ihre Leistungen sind viel besser als das was man in späteren Bond Filmen zu sehen bekommt. Aus heutiger Sicht empfinde ich besonder das Acting von Roger Moore als sehr hölzern.

In Summe sorgen genau diese ganzen Punkte dafür, dass Goldfinger der beste Bond Film der ganzen Reihe ist. Klar gibt es auch noch andere gute Bond-Filme, sogar ein paar wirklich sehr Gute. Aber diese Kombination aus einem charismatischen Villain, einem gutem Plan, einer spannende Story, guten Schauspielern und dann auch noch gekoppelt mit einer guten Portion Realismus sind so ziemlich einzigartig im Bond-Universum.

Wie schon erwähnt war zu Anfang ein großer Fan der übertriebene Science Fiction Orgien der Roger Moore Ära, aber das hat sich im Laufe der Jahre komplett gedreht. Heute finde ich alle Moore Filme schlecht, klar sie sind immer gut anzusehen, aber mehr als einfaches Popcornkino sind sie nicht. Jetzt sind meine Bond-Favoriten eher Never Say Never (Connery in den 80s); Die Another Day (Abwechslungsreich); Casino Royale (Atmosphäre / Realismus) und natürlich Goldfinger.
In diesem Sinne ….

My name is Bond – James Bond!

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