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AI‑Slop vs. AI as a Tool (DE)

AI‑Slop vs. AI as a Tool (DE)

Ein wichtiges Thema – und etwas, das viele (zu viele) Leute missverstehen: AI‑Slop.

Mir fällt es besonders bei YouTube auf, aber es ist auch auf anderen Plattformen der Fall: die extreme Zunahme von sogenanntem „AI‑Slop“.
Damit meine ich schnell produzierte, ungeprüfte, minderwertige Massenware aus Images, Videos, Texten, Musik, etc. Bei YouTube sind besonders „Dokumentationen“ (es tut weh, das so zu nennen) beliebt. Man sucht sich ein Thema aus – oder lässt es sich sogar von der AI vorschlagen. Die AI erstellt einen Text dazu, dann lässt man die AI Video‑Schnipsel dazu im Netz zusammensuchen. Man klebt das Ganze zusammen und lässt dazu die AI den Text vorlesen. Und schon ist in unter 30 Minuten (20 davon ist Warten auf AI) das YouTube‑Clickbait‑Video „Biggest Box Office DISASTERS of 19XX“ fertig. Ungesehen hochladen – und das Geld fließt.

Zwei Probleme:

Erstens: Es fällt auf. Zum Beispiel an der Aussprache: komische Betonungen von Interpunktion in Filmtiteln; „in the year 1980“ wird als „in the year one thousand nine hundred eighty“ ausgesprochen; aus „the 80s“ wird „the 80 seconds“, etc. Dazu kommen falsche Video‑Schnipsel – und das nicht nur, wenn es mehrere Filme mit dem gleichen Titel gibt. Und natürlich Recherchefehler allgemein.
Alles Dinge, die bei einem einfachen Durchschauen vor dem Upload auffallen würden. Aber warum diese Zeit investieren? Die Leute schauen es ja trotzdem – und das Geld fließt.

Das viel größere Problem ist, dass dieser Müll dafür sorgt, dass das Image von AI in der normalen Bevölkerung weiter sinkt. Denn die Mainstream‑Presse hat wohl Spaß daran, gerade bezüglich AI Halb‑ bzw. Achtelwissen zu verbreiten. Und nach Jobverlust und Deepfakes sind es jetzt die AI‑Slop‑Inhalte, die zeigen sollen, wie böse und sinnlos AI‑Tools sind.

Um das mal richtigzustellen, schreibe ich diesen Artikel.

Erst mal folgende Klarstellung:
Ja, ich nutze AI‑Tools für meine Projekte! (auch für diesen Text)

Aber ich prüfe ganz bewusst, wie ich bei meinen Projekten (Blog‑Artikel, Text, Bild, Video, etc.) AI einsetze. Die Prompts werden von mir bewusst ausgewählt, das Ergebnis wird immer inhaltlich geprüft und manuell überarbeitet. Auf Recherchefehler; ob die Aussage / Formulierungen exakt dem entsprechen, was ich ausdrücken will; ob die Details im Bild genau so sind, wie ich es mir vorstelle; etc.

So kann es sein, dass ich an manchen Projekten Tage oder gar Wochen arbeite. Oder dass ich nach dutzenden Versuchen aufgebe und den Text doch von Scratch selbst schreibe – bzw. das Bild von Null selbst baue. Ich habe offene Projekte, an denen ich seit über 1 1/2 Jahren (regelmäßig) arbeite, weil die Ergebnisse, die ich bis jetzt von der AI bekomme, nicht meinen Vorstellungen entsprechen.

Bei meinen Blogs gehe ich oft so vor, dass ich meine Idee für den Artikel RAW (wortwörtlich) niederschreibe: als Stichpunkte, Halbsätze, ohne Rücksicht auf Grammatik, etc. – ungefiltert, so wie sie mir gerade in den Kopf kommen. Dann lasse ich die AI daraus einen zusammenhängenden, lesbaren Text machen. Natürlich muss ich das danach wieder prüfen und anpassen, damit die Aussage – und besonders der Ton, den ich haben will – erhalten bleibt. Dieser Artikel ist genauso entstanden.

Oder ich lasse die AI erstmal recherchieren. Sie kann das Internet schneller als ich durchsuchen und die Ergebnisse abgleichen bzw. zusammenfassen. Dann habe ich schon mal einen Haufen Material und muss nicht mit dem berühmten, abschreckenden leeren Blatt starten. Danach geht es weiter mit dem Üblichen: prüfen, Auffälligkeiten nachschlagen, anpassen, Ton überarbeiten, etc.

Dass die AI bei Recherche Fehler machen kann, ist bekannt. Und solange man es prüft, erkennt und anpasst, ist das auch kein Problem. Zum Beispiel hat die AI in „C64: Beach‑Head“ den Inhalt der einzelnen Levels fehlerhaft beschrieben. Oder sie gibt Film‑Plots falsch wieder, weil sie sie mit anderen Filmen vermischt.

AI ist ein Tool: Nicht mehr und weniger !

AI‑Tools wie ChatGPT, Grok oder DeepL sind für mich ausschließlich Werkzeuge – vergleichbar mit Photoshop, Textverarbeitungssoftware, Suchmaschinen oder Nachschlagewerken. Sie unterstützen, erweitern und beschleunigen meinen kreativen und redaktionellen Prozess, ersetzen ihn aber nicht.
Der entscheidende Punkt ist dabei: Ich delegiere nicht das Denken an die AI, sondern nutze sie, um schneller ans Ziel zu kommen. Sie kann Formulierungen verbessern, Struktur in chaotische Notizen bringen oder Ideen liefern, auf die ich selbst vielleicht nicht sofort gekommen wäre.
Sie ist wie ein Assistent, ein Researcher, ein Lektor – sie berät und unterstützt mich, aber ich kontrolliere sie.

Und genau da sehe ich den Unterschied zwischen AI‑Slop vs. AI as a Tool.

AI‑Slop Inhalte sind seelenlos.
AI‑Slop Inhalte sind langweilig.
AI‑Slop Inhalte sind wenig aufwendig.
AI‑Slop Inhalte sind repetitiv.
AI‑Slop Inhalte sind eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen.

AI als Tool, um die menschliche Kreativität zu fördern.
AI als Tool, kann sich wiederholende Aufgaben automatisieren.
AI als Tool, kann bei der Ideenfindung helfen.
AI als Tool, kann die Effizienz steigern.
AI als Tool, kann bei richtiger Anwendung ein mächtiges Werkzeug sein.

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